Erfolg wird belohnt: FFA vergibt 15,6 Mio. Euro

Referenzförderung für die erfolgreichsten Produzenten, Verleiher und Kurzfilmer des Jahres 2017

Für die wirtschaftlich und künstlerisch erfolgreichsten deutschen Produzenten, Verleiher und Kurzfilmer des Kinojahres 2017 – auch als die „Branchentiger“ bekannt – vergibt die FFA insgesamt 15,6 Mio. Euro Referenzmittel. Im Produktionsbereich werden für 74 Filme rund 12 Mio. Euro ausgeschüttet, die Filmverleiher erhalten rund drei Mio. Euro für 86 Kinofilme. In der Kurzfilmförderung werden für 65 Filme 637.504 Euro vergeben.

Der „Branchentiger“ des letzten Jahres als Produzent und als Verleiher ist die Constantin Film. Als Filmproduzent erhält das Münchner Unternehmen rund drei Millionen Euro Referenzmittel für sechs Produktionen und als Filmverleih weitere 689.232 Euro für neun Filme. Maßgeblich für die Platzierung ist der Erfolg von FACK JU GÖHTE 3, der als besucherstärkster Film 2017 die Höchstsumme von zwei Millionen Euro erreicht. Auf Platz zwei der erfolgreichsten Produzenten wie auch Verleiher findet sich Warner Bros.: Sieben Produktionen erhalten insgesamt 712.453 Euro Förderung, im Verleihbereich erlangen zehn Kinofilme weitere 418.270 Euro.

Platz drei der erfolgreichsten Produzenten nimmt herbX film für den Erfolg von BULLYPARADE ein, der 670.303 Euro Förderung erhält. Der dritterfolgreichste Verleiher ist Universum Film mit neun Filmen und einer Förderung von 182.299 Euro.

Die kulturell erfolgreichsten Filme, gemessen an Auszeichnungen und Festivalteilnahmen, waren 2017 zwei Kinderfilme: der im Rahmen der Initiative „der besondere Kinderfilm“ entstandene Film AUF AUGENHÖHE (u.a. Deutscher Filmpreis) sowie das von Lieblingsfilm produzierte Werk AMELIE RENNT. Der erfolgreichste Kurzfilm 2017 war CALL OF CUTENESS von Brenda Lien mit einer Referenzförderung von 36.838 Euro.

Die Referenzförderung errechnet sich aus einem Punktesystem, das auf dem Besuchererfolg im Kino sowie Filmpreis- und Festivalauszeichnungen basiert. In der Referenzproduktionsförderung errechnet sich in diesem Jahr je verkaufter Kinokarte und Festivalpunkt ein Förderbetrag von 35 Cent (Vorjahr 45 Cent) und in der Referenzabsatzförderung von 12 Cent pro Besucher (Vorjahr 19 Cent). Die Fördergelder können von den Produzenten und Verleihern innerhalb von drei Jahren ohne Mitsprache von Fördergremien verwendet werden.

Die vollständigen Listen der Referenzförderungen sind auf www.ffa.de unter Förderentscheidungen abrufbar.

Quelle: FFA Newsletter

TOP 25: Leichter Rückgang bei Besuchern und Anteil am Gesamtmarkt

FFA veröffentlicht Auswertung der erfolgreichsten Filme des ersten Halbjahres 2017

Die 25 erfolgreichsten Filme des ersten Halbjahres erreichten insgesamt 35,7 Mio. Besucher – und haben damit für 61,2 Prozent aller Ticketverkäufe gesorgt (Vorjahr: 63,5%). Damit haben die Top-Filme 1,2 Mio. Besucher weniger ins Kino gelockt als im gleichen Vorjahreszeitraum – während die Besucherzahlen im Gesamtmarkt in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gestiegen waren. Unter den Top 25-Filmen finden sich in diesem Jahr vier deutsche Produktionen (Vorjahr: sieben), die 3,6 Mio. Besucher (9,8 Mio.) vor die Leinwand lockten. Der erfolgreichste deutsche Film des ersten Halbjahres 2017 mit 1,6 Mio. Besuchern war BIBI & TINA – TOHUWABOHU TOTAL auf Platz acht. Der (nach Schulnoten) am besten bewertete Film war GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2 mit der Note 1,26 – gefolgt von FAST & FURIOUS ( (1,34) sowie VAIANA und PLÖTZLICH PAPA (jeweils 1,45). Diese Zahlen belegt eine aktuelle Auswertung, in der die FFA erneut die 25 besucherstärksten Filme des ersten Halbjahres nach soziodemografischen sowie kino- und filmspezifischen Aspekten ausgewertet hat.

Die Studie „Auswertung der Top 25-Filmtitel des 1. Halbjahres 2017 nach soziodemografischen sowie kino- u. filmspezifischen Informationen“ basiert auf Daten des Individualpanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Das Panel befragt regelmäßig 25.000 Teilnehmer zu ihrem Kinobesuch und ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 10 Jahre. Die vollständige Studie steht www.ffa.de zum Download bereit.