DFFF/GMPF Förderbilanz 2018

Effektiver Anreiz für hohe Investitionen am Filmproduktionsstandort Deutschland

Berlin, 5. Februar 2019 – Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) und der German Motion Picture Fund (GMPF) haben 2018 mit einem Gesamtvolumen von 135 Mio. Euro den exzellenten Ruf Deutschlands als Produktionsstandort für nationale und internationale Kinoproduktionen und High-End-TV-Serien weiter ausgebaut. Insgesamt führten 58,1 Millionen Euro DFFF-Fördergelder zu Folgeinvestitionen von 330 Mio. Euro in der deutschen Filmwirtschaft (2017: 321 Mio. Euro). Der GMPF, der im Juli 2018 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in die Zuständigkeit der Staatsministerin für Kultur und Medien übergegangen ist, vergab in 2018 insgesamt 10,9 Millionen Euro Fördergelder und löste rund 75,2 Millionen Euro Folgeinvestitionen aus.

Staatsministerin Monika Grütters erklärt hierzu: „Die Zahlen zeigen: Der Filmstandort Deutschland ist heute international so wettbewerbsfähig wie nie zuvor. In den vergangenen Jahren ist es uns gelungen, die wirtschaftliche Filmförderung nahezu zu verdreifachen. Nationale und internationale Produktionsfirmen haben in Deutschland ein Vielfaches der staatlichen Zuschüsse investiert und somit für Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft gesorgt. Wichtige Voraussetzung für filmpolitische Erfolge ist, dass wir die Zuständigkeit für High-End-Formate und Serien mit der Filmpolitik wieder in einer Hand vereint haben. Damit ermöglichen wir eine effektive Filmförderung aus einem Guss und bauen die Attraktivität des Filmproduktionsstandorts Deutschland nachhaltig aus.“

Die Anzahl der DFFF I -geförderten Projekte ist im Förderjahr 2018 gestiegen. Unter den 113 geförderten Projekten (2017: 100 Projekte) sind 76 Spiel-, 31 Dokumentar- und 6 Animationsfilme).

Höher als im Vorjahr ist der Anteil der geförderten internationalen Filmprojekte, die in Deutschland produziert wurden. Unter den 44 Projekten (2017: 33 geförderte Projekte) sind das deutsch-schweizerische Science-Fiction-Spektakel HAVEN – ABOVE SKY von Regisseur Tim Fehlbaum, der deutsch-dänische Thriller VERACHTUNG nach einem weiteren Bestseller von Jussi Adler-Olsen sowie die deutsch-neuseeländische Actionkomödie GUNS AKIMBO mit Harry-Potter-Star Daniel Radcliffe.

Unter den 69 geförderten deutschen Produktionen befinden sich die erfolgreiche Komödie 100 DINGE mit Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer, der neue Film von Doris Dörrie KIRSCHBLÜTEN & DÄMONEN und der Polit-Thriller DER FALL COLLINI mit Elyas M’Barek. Zu den 31 geförderten Dokumentarfilmen (2017: 22) zählen AUF DER SUCHE NACH INGMAR BERGMAN von Margarethe von Trotta und das neue Projekt von Ulrike Ottinger PARIS CALLIGRAMMES. Unter den sechs geförderten Animationsfilmprojekten ist die Neuverfilmung des Märchenklassikers PETERCHENS MONDFAHRT von Ali Samadi Ahadi.

Im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale werden drei Filme gezeigt, die mit Mitteln des DFFF hergestellt wurden: Fatih Akins neuer Film DER GOLDENE HANDSCHUH, der Spionage-Thriller THE OPERATIVE/DIE AGENTIN von Yuval Adler mit Diane Kruger in der Hauptrolle und das Debüt von Regisseurin Nora Fingscheidt SYSTEMSPRENGER.

Unter Berücksichtigung der bereits vorliegenden Anträge sowie nach Novellierung der DFFF-Richtlinie im Oktober 2018 mit noch besseren Antragsbedingungen für animierte Filme zeichnet sich für das Förderjahr 2019 auch ein gutes Antragsaufkommen für den DFFF II ab.

Über den German Motion Picture Fund, der die Herstellung von Filmen und Serien mit hohem Herstellungsbudget und hohen Ausgaben in Deutschland fördert, wurden vier vielversprechende neue Serienprojekte unterstützt, darunter: die dritte Staffel des 20er-Jahre-Epos BABYLON BERLIN sowie die sechsteilige Serie BAUHAUS über die Gründung und die ersten Jahre der neuen Kunstschule in Weimar.

Eine vollständige Liste aller im Jahr 2018 geförderten Projekte ist auf der DFFF-Webseite bzw. GMPF-Webseite abrufbar.

Quelle: FFA Newsletter

Erfolg wird belohnt: FFA vergibt 15,6 Mio. Euro

Referenzförderung für die erfolgreichsten Produzenten, Verleiher und Kurzfilmer des Jahres 2017

Für die wirtschaftlich und künstlerisch erfolgreichsten deutschen Produzenten, Verleiher und Kurzfilmer des Kinojahres 2017 – auch als die „Branchentiger“ bekannt – vergibt die FFA insgesamt 15,6 Mio. Euro Referenzmittel. Im Produktionsbereich werden für 74 Filme rund 12 Mio. Euro ausgeschüttet, die Filmverleiher erhalten rund drei Mio. Euro für 86 Kinofilme. In der Kurzfilmförderung werden für 65 Filme 637.504 Euro vergeben.

Der „Branchentiger“ des letzten Jahres als Produzent und als Verleiher ist die Constantin Film. Als Filmproduzent erhält das Münchner Unternehmen rund drei Millionen Euro Referenzmittel für sechs Produktionen und als Filmverleih weitere 689.232 Euro für neun Filme. Maßgeblich für die Platzierung ist der Erfolg von FACK JU GÖHTE 3, der als besucherstärkster Film 2017 die Höchstsumme von zwei Millionen Euro erreicht. Auf Platz zwei der erfolgreichsten Produzenten wie auch Verleiher findet sich Warner Bros.: Sieben Produktionen erhalten insgesamt 712.453 Euro Förderung, im Verleihbereich erlangen zehn Kinofilme weitere 418.270 Euro.

Platz drei der erfolgreichsten Produzenten nimmt herbX film für den Erfolg von BULLYPARADE ein, der 670.303 Euro Förderung erhält. Der dritterfolgreichste Verleiher ist Universum Film mit neun Filmen und einer Förderung von 182.299 Euro.

Die kulturell erfolgreichsten Filme, gemessen an Auszeichnungen und Festivalteilnahmen, waren 2017 zwei Kinderfilme: der im Rahmen der Initiative „der besondere Kinderfilm“ entstandene Film AUF AUGENHÖHE (u.a. Deutscher Filmpreis) sowie das von Lieblingsfilm produzierte Werk AMELIE RENNT. Der erfolgreichste Kurzfilm 2017 war CALL OF CUTENESS von Brenda Lien mit einer Referenzförderung von 36.838 Euro.

Die Referenzförderung errechnet sich aus einem Punktesystem, das auf dem Besuchererfolg im Kino sowie Filmpreis- und Festivalauszeichnungen basiert. In der Referenzproduktionsförderung errechnet sich in diesem Jahr je verkaufter Kinokarte und Festivalpunkt ein Förderbetrag von 35 Cent (Vorjahr 45 Cent) und in der Referenzabsatzförderung von 12 Cent pro Besucher (Vorjahr 19 Cent). Die Fördergelder können von den Produzenten und Verleihern innerhalb von drei Jahren ohne Mitsprache von Fördergremien verwendet werden.

Die vollständigen Listen der Referenzförderungen sind auf www.ffa.de unter Förderentscheidungen abrufbar.

Quelle: FFA Newsletter

TOP 25: Leichter Rückgang bei Besuchern und Anteil am Gesamtmarkt

FFA veröffentlicht Auswertung der erfolgreichsten Filme des ersten Halbjahres 2017

Die 25 erfolgreichsten Filme des ersten Halbjahres erreichten insgesamt 35,7 Mio. Besucher – und haben damit für 61,2 Prozent aller Ticketverkäufe gesorgt (Vorjahr: 63,5%). Damit haben die Top-Filme 1,2 Mio. Besucher weniger ins Kino gelockt als im gleichen Vorjahreszeitraum – während die Besucherzahlen im Gesamtmarkt in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gestiegen waren. Unter den Top 25-Filmen finden sich in diesem Jahr vier deutsche Produktionen (Vorjahr: sieben), die 3,6 Mio. Besucher (9,8 Mio.) vor die Leinwand lockten. Der erfolgreichste deutsche Film des ersten Halbjahres 2017 mit 1,6 Mio. Besuchern war BIBI & TINA – TOHUWABOHU TOTAL auf Platz acht. Der (nach Schulnoten) am besten bewertete Film war GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2 mit der Note 1,26 – gefolgt von FAST & FURIOUS ( (1,34) sowie VAIANA und PLÖTZLICH PAPA (jeweils 1,45). Diese Zahlen belegt eine aktuelle Auswertung, in der die FFA erneut die 25 besucherstärksten Filme des ersten Halbjahres nach soziodemografischen sowie kino- und filmspezifischen Aspekten ausgewertet hat.

Die Studie „Auswertung der Top 25-Filmtitel des 1. Halbjahres 2017 nach soziodemografischen sowie kino- u. filmspezifischen Informationen“ basiert auf Daten des Individualpanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Das Panel befragt regelmäßig 25.000 Teilnehmer zu ihrem Kinobesuch und ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 10 Jahre. Die vollständige Studie steht www.ffa.de zum Download bereit.