FFA-Referenzförderung: Antragsschluss 31. Januar 2020

Berlin – Produzent*innen und Verleiher*innen, die für 2019 Referenzmittel beantragen wollen, müssen ihre Unterlagen bis zum 31. Januar 2020 bei der FFA im Online-Antragsportal für die Zuerkennung von Referenzfördermitteln eingereicht haben. Dies betrifft die Referenzförderung für Lang- und Kurzfilme sowie die Absatzförderung (Verleih). Anträge, die der FFA zu diesem Termin nicht vorliegen, können erst wieder 2021 bei der Ausschüttung der Referenzmittel für 2020 berücksichtigt werden. Für eine eventuelle Zweit- oder Drittteilnahme können Produzent*innen und Verleiher*innen weitere Zuschauer oder Preise im Online-Portal direkt melden oder sich ggf. nachträglich mit Ihrem Film registrieren, sofern sie insgesamt mehr als 10.000 Referenzpunkte aus noch nicht gemeldeten Zuschauer- und Festivalerfolgen erreicht haben.

Bei der Referenzkurzfilmförderung ist besonders zu beachten, dass die Anträge auf Zuerkennung von Kurzfilmen mit Fertigstellungstermin aus dem Jahr 2017 bis spätestens 31. Dezember 2019 zu stellen sind, um letztmalig an der Referenzförderung teilnehmen zu können. Für alle anderen Fertigstellungstermine gilt der 31.Januar 2020 als spätmöglichster Einreichtermin.

Referenzfilmförderung Produktion: https://ffa-ref-film.ffa.de
Referenzverleihförderung: https://ffa-ref-absatz.ffa.de
Kurzfilmförderung: https://ffa-ref-kurzfilm.ffa.de

Das vollständig ausgefüllte und unterschriebene Antragsformular muss im Original an die FFA geschickt werden:
Filmförderungsanstalt, z.H. Karin Pennartz, Große Präsidentenstraße 9, 10178 Berli

August-Entscheidungen zum Förderprogramm Filmerbe

Berlin – „Kurz und schmerzlos“, Fatih Akins erster, und „Tiefland“, Leni Riefenstahls letzter Spielfilm, Sönke Wortmanns Kassenschlager „Das Superweib“, wiederentdeckte Dokumentarfilme des Bauhaus-Schülers Alfred Ehrhardt und „KLK an PTX – Die rote Kapelle“, einer der wenigen 70-mm-DEFA-Filme – das sind nur einige Highlights unter den Filmen, deren Restaurierung und Digitalisierung die Gremien des neuen Förderprogramms Filmerbe jetzt beschlossen haben.

Bei den Sitzungen des Gremiums Konservatorisches Interesse am 22. August und des Gremiums Kuratorisches Interesse am 23. August und durch die Entscheidungen des FFA-Vorstands nach Auswertungsinteresse wurden für die Restaurierung und Digitalisierung von insgesamt 36 Spielfilmen, 22 Dokumentationen, 16 Experimentalfilmen, zwei Kurzfilmen und einem Kinderfilm bis zu 2.012.018,36 Euro zugesagt.

Das Förderprogramm Filmerbe ist Anfang 2019 gestartet und stellt für die nächsten zehn Jahre bis zu zehn Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, die zu gleichen Teilen von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Ländern und der Filmförderungsanstalt FFA aufgebracht werden.

Quelle: FFA Newsletter

Kino-Halbjahresbilanz der FFA: Ein guter Anfang

(FFA) Der deutsche Kinomarkt hat sich im ersten Halbjahr 2019 leicht erholt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden 2,6 Mio. mehr Tickets (5,1 Prozent) verkauft: insgesamt 53,7 Mio. Der Umsatz stieg um 21,9 Mio. (5 Prozent) auf 461,5 Mio. Euro. Die erfolgreichsten Filme des ersten Halbjahres waren „Avengers: Endgame“ (4,98 Mio. Besucher*innen), „Der Junge muss an die frische Luft“ (2,9 Mio. seit dem 1.1.2019) und „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Geheime Welt“ (2,2 Mio.).

Der deutsche Marktanteil blieb mit 23,1 Prozent (2018: 23,5 Prozent) stabil; deutsche Filme hatten 12 Mio. Besucher*innen (2018: 11 Mio.). Am erfolgreichsten waren – nach „Der Junge muss an die frische Luft“ – „Der Fall Collini“, „Ostwind – Aris Ankunft“ (je 0,8 Mio.) und „Die Goldfische“ (0,6 Mio.). Insgesamt gab es 24 deutsche Filme mit mehr als 100.000 Besucher*innen, darunter sieben mit mehr als 500.000 Besucher*innen.

Dagegen ist der Marktanteil US-amerikanischer Filme das dritte Jahr in Folge gefallen. Nach 71,2 Prozent (41,6 Mio. Besucher*innen) im ersten Halbjahr 2017 und 64,8 Prozent (32,6 Mio.) 2018 sind im ersten Halbjahr 2019 erstmals seit Beginn der Auswertung 2005 weniger als 30 Mio. Tickets für US-Filme verkauft worden: 28,4 Mio., was einem Marktanteil von 54,8 Prozent entspricht.

303 Filme wurden im ersten Halbjahr 2019 in den deutschen Kinos erstaufgeführt, 22 mehr als im Vergleichszeitraum 2018 (281). Aus Deutschland kamen mit 126 Filmen (inkl. Koproduktionen mit dt. Beteiligung) sieben mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Erstaufführungen aus EU-Ländern lag mit 77 Filmen erstmals über der von US-amerikanischen Neustarts (65). Aus anderen Ländern kamen wie im Vorjahreszeitraum 35 Erstaufführungen.

Das Interesse an 3D-Vorstellungen ist im ersten Halbjahr 2019 weiter gesunken: Nur 8,7 Mio. Tickets wurden für 3D-Vorstellungen verkauft – ein Marktanteil von 16,9 Prozent –, obwohl sechs der zehn besucherstärksten Filme in 3D waren. Das sind die niedrigsten Werte seit der Einführung Mitte 2009.

Der Kinobestand ist im ersten Halbjahr 2019 weiter leicht gewachsen. 1.186 Filmtheaterunternehmen – zehn mehr als im Vorjahreszeitraum – betrieben 1.689 Spielstätten – 18 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Leinwände ist um 46 auf 4.889 gestiegen.

„Selbstverständlich bedeuten allein die leichten Steigerungen von Umsatz- und Besucherzahlen im Vergleich zum bekanntlich sehr schlechten ersten Halbjahr 2018 noch lange keine Entwarnung für den deutschen Kinomarkt,“ erklärt FFA-Vorstand Peter Dinges, „aber wir können unsere Halbjahresbilanz als guten Anfang interpretieren. Schließlich gab es mit „Avengers: Endgame“ bereits einen der Blockbuster, die 2018 komplett fehlten, und ein zweiter läuft derzeit mit „Der König der Löwen“ in den Kinos. Weitere stehen an. Daneben hat sich der deutsche Film im ersten Halbjahr gut behauptet, und mit dem Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“, der Bestsellerverfilmung „Gut gegen Nordwind“ oder „Das perfekte Geheimnis“, dem neuesten Streich des Fack-ju-Göhte-Duos Bora Dagtekin & Elyas M’Barek – nur drei Beispiele – sieht der Herbst mehr als vielversprechend auch für die heimische Produktion aus. “

Das FFA-Info 2/2019 mit ausführlichen Zahlen und Daten zur Halbzeitbilanz 2019 finden Sie auf den Seiten der Filmförderungsanstalt.

Quelle: FFA Pressemitteilung

DFFF/GMPF Förderbilanz 2018

Effektiver Anreiz für hohe Investitionen am Filmproduktionsstandort Deutschland

Berlin, 5. Februar 2019 – Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) und der German Motion Picture Fund (GMPF) haben 2018 mit einem Gesamtvolumen von 135 Mio. Euro den exzellenten Ruf Deutschlands als Produktionsstandort für nationale und internationale Kinoproduktionen und High-End-TV-Serien weiter ausgebaut. Insgesamt führten 58,1 Millionen Euro DFFF-Fördergelder zu Folgeinvestitionen von 330 Mio. Euro in der deutschen Filmwirtschaft (2017: 321 Mio. Euro). Der GMPF, der im Juli 2018 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in die Zuständigkeit der Staatsministerin für Kultur und Medien übergegangen ist, vergab in 2018 insgesamt 10,9 Millionen Euro Fördergelder und löste rund 75,2 Millionen Euro Folgeinvestitionen aus.

Staatsministerin Monika Grütters erklärt hierzu: „Die Zahlen zeigen: Der Filmstandort Deutschland ist heute international so wettbewerbsfähig wie nie zuvor. In den vergangenen Jahren ist es uns gelungen, die wirtschaftliche Filmförderung nahezu zu verdreifachen. Nationale und internationale Produktionsfirmen haben in Deutschland ein Vielfaches der staatlichen Zuschüsse investiert und somit für Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft gesorgt. Wichtige Voraussetzung für filmpolitische Erfolge ist, dass wir die Zuständigkeit für High-End-Formate und Serien mit der Filmpolitik wieder in einer Hand vereint haben. Damit ermöglichen wir eine effektive Filmförderung aus einem Guss und bauen die Attraktivität des Filmproduktionsstandorts Deutschland nachhaltig aus.“

Die Anzahl der DFFF I -geförderten Projekte ist im Förderjahr 2018 gestiegen. Unter den 113 geförderten Projekten (2017: 100 Projekte) sind 76 Spiel-, 31 Dokumentar- und 6 Animationsfilme).

Höher als im Vorjahr ist der Anteil der geförderten internationalen Filmprojekte, die in Deutschland produziert wurden. Unter den 44 Projekten (2017: 33 geförderte Projekte) sind das deutsch-schweizerische Science-Fiction-Spektakel HAVEN – ABOVE SKY von Regisseur Tim Fehlbaum, der deutsch-dänische Thriller VERACHTUNG nach einem weiteren Bestseller von Jussi Adler-Olsen sowie die deutsch-neuseeländische Actionkomödie GUNS AKIMBO mit Harry-Potter-Star Daniel Radcliffe.

Unter den 69 geförderten deutschen Produktionen befinden sich die erfolgreiche Komödie 100 DINGE mit Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer, der neue Film von Doris Dörrie KIRSCHBLÜTEN & DÄMONEN und der Polit-Thriller DER FALL COLLINI mit Elyas M’Barek. Zu den 31 geförderten Dokumentarfilmen (2017: 22) zählen AUF DER SUCHE NACH INGMAR BERGMAN von Margarethe von Trotta und das neue Projekt von Ulrike Ottinger PARIS CALLIGRAMMES. Unter den sechs geförderten Animationsfilmprojekten ist die Neuverfilmung des Märchenklassikers PETERCHENS MONDFAHRT von Ali Samadi Ahadi.

Im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale werden drei Filme gezeigt, die mit Mitteln des DFFF hergestellt wurden: Fatih Akins neuer Film DER GOLDENE HANDSCHUH, der Spionage-Thriller THE OPERATIVE/DIE AGENTIN von Yuval Adler mit Diane Kruger in der Hauptrolle und das Debüt von Regisseurin Nora Fingscheidt SYSTEMSPRENGER.

Unter Berücksichtigung der bereits vorliegenden Anträge sowie nach Novellierung der DFFF-Richtlinie im Oktober 2018 mit noch besseren Antragsbedingungen für animierte Filme zeichnet sich für das Förderjahr 2019 auch ein gutes Antragsaufkommen für den DFFF II ab.

Über den German Motion Picture Fund, der die Herstellung von Filmen und Serien mit hohem Herstellungsbudget und hohen Ausgaben in Deutschland fördert, wurden vier vielversprechende neue Serienprojekte unterstützt, darunter: die dritte Staffel des 20er-Jahre-Epos BABYLON BERLIN sowie die sechsteilige Serie BAUHAUS über die Gründung und die ersten Jahre der neuen Kunstschule in Weimar.

Eine vollständige Liste aller im Jahr 2018 geförderten Projekte ist auf der DFFF-Webseite bzw. GMPF-Webseite abrufbar.

Quelle: FFA Newsletter

FFA vergibt insgesamt 3,2 Mio. Euro Kinoförderung

Die FFA-Kinokommission hat in ihrer dritten Sitzung des Jahres 3.173.267 Euro für die Förderung von 97 Projekten vergeben. Davon entfielen rund 783.000 Euro der Bewilligungen auf die Neuerrichtung eines Kinos, eine Wiedereröffnung sowie auf vier Erweiterungsbauten. Insgesamt 2.216.239 Euro wurden für die Modernisierung von 88 Kinos bereitgestellt. Aufgrund des nahezu ausgeschöpften Fördertopfes mussten beantragte Fördersummen über 10.000 Euro um 20 Prozent gekürzt bewilligt werden.

Die Neuerrichtung des CineStar-Kinos in Remscheid förderte die Kommission mit 160.000 Euro. Mit diesem neuen Multiplex-Kino wird die 100.000-Einwohner-Stadt in NRW bald wieder zum Kinostandort, nachdem dort im Jahr 2012 das letzte Filmtheater geschlossen wurde.

Für die Wiedereröffnung des Union Filmtheater Schneeberg in Sachsen bewilligte die Kommission eine Förderung in Höhe von 126.339 Euro. Mit jeweils 160.000 Euro wurden die Erweiterungen des Cineplex Bruchsal (Baden-Württemberg) und das Haus Zoar in Mönchengladbach (NRW) unterstützt. Zwei weitere Kinos, die demnächst vergrößert werden, befinden sich in Augsburg: Für den Ausbau des Thalia Kinos wurde eine Förderung von 97.200 Euro zur Verfügung gestellt, das Mephisto Kino erhielt eine Förderung in Höhe von 80.000 Euro.

Zudem förderte die Kommission mit insgesamt 173.489 Euro drei außergewöhnliche Werbemaßnahmen: Die Entwicklung und Umsetzung eines Nachhaltigkeitskonzepts, eine TrailerApp zur Intensivierung der Werbewirkung von Kinotrailern sowie die Entwicklung eines Kundenbindungsprogramms.

Fünf Kinos wurden Zuschüsse in Höhe von insgesamt 24.579 Euro für Maßnahmen zur Barrierefreiheit zugesprochen, welche von der FFA mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent gefördert werden. Zudem bewilligte der Vorstand 20 Anträge für die Aufführung von Kurzfilmen als Vorfilm und von Kurzfilmprogrammen mit insgesamt 16.102 Euro. Für die medienpädagogische Begleitung von Kindern und Jugendlichen bei Kinoaufführungen wurden vier Anträge positiv bewertet und mit insgesamt 4.045 Euro unterstützt. Ebenfalls per Vorstandsentscheid erhielten vier Kinos für Beratungsmaßnahmen eine Förderung von insgesamt 9.300 Euro.

Ab sofort online: Anträge für Referenzfilmförderung, Kurzfilmförderung sowie Referenzverleihförderung

Die FFA führt nun auch im Bereich Referenzfilmförderung, Referenzverleihförderung sowie Referenzförderung für Kurzfilme und nicht programmfüllende Kinderfilme die digitale Antragstellung ein. Ab sofort können Antragsteller*innen die erforderlichen Angaben über die folgenden Links – die auch auf der Website der FFA unter den jeweiligen Förderbereich zu finden sind – eintragen:

  • Referenzfilmförderung Produktion
  • Referenzverleihförderung
  • Kurzfilmförderung

Über einen Klick auf „Zugang beantragen“ erhalten Sie Ihr persönliches Login für den jeweiligen Förderbereich.

Quelle: FFA News


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