Kino-Halbjahresbilanz der FFA: Ein guter Anfang

(FFA) Der deutsche Kinomarkt hat sich im ersten Halbjahr 2019 leicht erholt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden 2,6 Mio. mehr Tickets (5,1 Prozent) verkauft: insgesamt 53,7 Mio. Der Umsatz stieg um 21,9 Mio. (5 Prozent) auf 461,5 Mio. Euro. Die erfolgreichsten Filme des ersten Halbjahres waren „Avengers: Endgame“ (4,98 Mio. Besucher*innen), „Der Junge muss an die frische Luft“ (2,9 Mio. seit dem 1.1.2019) und „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Geheime Welt“ (2,2 Mio.).

Der deutsche Marktanteil blieb mit 23,1 Prozent (2018: 23,5 Prozent) stabil; deutsche Filme hatten 12 Mio. Besucher*innen (2018: 11 Mio.). Am erfolgreichsten waren – nach „Der Junge muss an die frische Luft“ – „Der Fall Collini“, „Ostwind – Aris Ankunft“ (je 0,8 Mio.) und „Die Goldfische“ (0,6 Mio.). Insgesamt gab es 24 deutsche Filme mit mehr als 100.000 Besucher*innen, darunter sieben mit mehr als 500.000 Besucher*innen.

Dagegen ist der Marktanteil US-amerikanischer Filme das dritte Jahr in Folge gefallen. Nach 71,2 Prozent (41,6 Mio. Besucher*innen) im ersten Halbjahr 2017 und 64,8 Prozent (32,6 Mio.) 2018 sind im ersten Halbjahr 2019 erstmals seit Beginn der Auswertung 2005 weniger als 30 Mio. Tickets für US-Filme verkauft worden: 28,4 Mio., was einem Marktanteil von 54,8 Prozent entspricht.

303 Filme wurden im ersten Halbjahr 2019 in den deutschen Kinos erstaufgeführt, 22 mehr als im Vergleichszeitraum 2018 (281). Aus Deutschland kamen mit 126 Filmen (inkl. Koproduktionen mit dt. Beteiligung) sieben mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Erstaufführungen aus EU-Ländern lag mit 77 Filmen erstmals über der von US-amerikanischen Neustarts (65). Aus anderen Ländern kamen wie im Vorjahreszeitraum 35 Erstaufführungen.

Das Interesse an 3D-Vorstellungen ist im ersten Halbjahr 2019 weiter gesunken: Nur 8,7 Mio. Tickets wurden für 3D-Vorstellungen verkauft – ein Marktanteil von 16,9 Prozent –, obwohl sechs der zehn besucherstärksten Filme in 3D waren. Das sind die niedrigsten Werte seit der Einführung Mitte 2009.

Der Kinobestand ist im ersten Halbjahr 2019 weiter leicht gewachsen. 1.186 Filmtheaterunternehmen – zehn mehr als im Vorjahreszeitraum – betrieben 1.689 Spielstätten – 18 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Leinwände ist um 46 auf 4.889 gestiegen.

„Selbstverständlich bedeuten allein die leichten Steigerungen von Umsatz- und Besucherzahlen im Vergleich zum bekanntlich sehr schlechten ersten Halbjahr 2018 noch lange keine Entwarnung für den deutschen Kinomarkt,“ erklärt FFA-Vorstand Peter Dinges, „aber wir können unsere Halbjahresbilanz als guten Anfang interpretieren. Schließlich gab es mit „Avengers: Endgame“ bereits einen der Blockbuster, die 2018 komplett fehlten, und ein zweiter läuft derzeit mit „Der König der Löwen“ in den Kinos. Weitere stehen an. Daneben hat sich der deutsche Film im ersten Halbjahr gut behauptet, und mit dem Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“, der Bestsellerverfilmung „Gut gegen Nordwind“ oder „Das perfekte Geheimnis“, dem neuesten Streich des Fack-ju-Göhte-Duos Bora Dagtekin & Elyas M’Barek – nur drei Beispiele – sieht der Herbst mehr als vielversprechend auch für die heimische Produktion aus. “

Das FFA-Info 2/2019 mit ausführlichen Zahlen und Daten zur Halbzeitbilanz 2019 finden Sie auf den Seiten der Filmförderungsanstalt.

Quelle: FFA Pressemitteilung

Dorothea Braun Filmproduktion erhält Talent-Paketförderung

Mit der Neugründung von Dorothea Braun Filmproduktion erscheint eine neue Produktionsfirma auf der hessischen Landkarte, die mit einem generationenübergreifenden Firmenkonzept an den Start geht. Die Dokumentarfilmproduzentin Dorothea Braun ist Kultur- und Sozialanthropologin und studierte an der Dokumentarfilmschule ZeLIG in Bozen Regie- und Stoffentwicklung. Die Frankfurterin hat bereits mehrere Kurzfilme realisiert und erhielt zuletzt eine Einzelförderung von der HessenFilm für ihr Dokumentarfilmprojekt Wörter in Flaschen, in dem sie sich auf Spurensuche nach den geheimnisvollen Wegen von Flaschenposten begibt und die Menschen hinter den Nachrichten trifft.

Mit ihrer Firma erhält sie Unterstützung von Kurt Otterbacher: Der etablierte Produzent hat sich mit der Frankfurter strandfilm einen Namen im In- und Ausland gemacht und wird Dorothea Braun als Mentor zur Seite stehen sowie als Ko-Produktionspartner fungieren.

Mithilfe der Talent-Paketförderung wird die Produzentin drei Dokumentarfilme realisieren: „Unsere Filmprojekte sollen durch intensive und sorgfältige Stoffentwicklung ansprechen und mit der Handschrift unserer Regisseure und Regisseurinnen einen Markenkern für besondere Filme etablieren. Dabei wollen wir fundiert recherchierte, stilistisch anspruchsvolle, unterhaltsame und bewegende Geschichten erzählen,“ sagt Dorothea Braun zur Unternehmensgründung.

Mit der in Deutschland einzigartigen Talent-Paketförderung unterstützt die HessenFilm junge Filmschaffende dabei, sich im Filmland Hessen zu etablieren. Innerhalb von drei Jahren werden junge Unternehmen mit einer pauschalen Summe von bis zu 150.000 Euro gefördert. So können diese bis zu fünf Projekte dramaturgisch weiterentwickeln und inhaltlich ausarbeiten.

HessenFilm-Geschäftsführer Prof. Mendig sagt: „Die Talent-Paketförderung gibt dem Nachwuchs Raum für kreatives Schaffen und die Möglichkeit sich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu sammeln. So können Firmen mit mehreren Stoffen gleichzeitig starten und ein eigenes Portfolio entwickeln. Wir gratulieren Dorothea Braun zu dieser Chance und freuen uns schon sehr auf viele interessante Projekte.“

Nachwuchsförderung bei der HessenFilm
Die Nachwuchsförderung zählt zu den wichtigsten Aufgaben der HessenFilm und schafft die Basis für eine stetig wachsende und lebendige hessische Filmszene. Damit sich der hessische Filmnachwuchs in der deutschen Filmlandschaft etablieren kann und über Ländergrenzen hinweg Aufsehen erregt, bietet die HessenFilm Förderung für Hochschulabschlussfilme, Debüt- und Zweitfilme sowie – seit 2017 – die Talent-Paketförderung an.

Auch Kooperationen mit den hessischen Hochschulen ermöglichen professionelle Bedingungen für Erstlingswerke und unterstützen so letztlich die Entwicklung des Filmstandorts.

Über HessenFilm und Medien
Die HessenFilm und Medien ist die Filmförderung in Hessen und fördert die kulturelle Vielfalt und künstlerische Qualität in Hessen. Dabei versteht sich die HessenFilm als Dienstleisterin für die hessische Film- und Medienbranche und hilft Hessen, seine Position als visionärer Partner und Wirtschaftsstandort für die Zukunft weiter auszubauen. Sie möchte dem Kinder- und Jugendfilm in Deutschland wieder mehr Präsenz und ein stärkeres Gewicht verleihen und auch in diesem Bereich die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt gewährleisten.

Quelle: hessenfilm  Newsletter

FRIDAYS – es ist unsere Zukunft – Der Film

fechnerMEDIA dreht Film zur weltweiten Bewegung – „FRIDAYS – es ist unsere Zukunft“ kommt im Frühjahr 2020 weltweit in die Kinos.

FRIDAYS - Es ist unser Zukunft - Der FilmWoran denken Sie, wenn Sie „Freitag“ hören? Und was hat das mit dem Klima zu tun? Seit einem Dreivierteljahr wächst der Klimastreik in über 170 Ländern. Immer mehr junge Menschen beteiligen sich. „Fridays for Future“ wurde binnen kurzer Zeit zur kraftvollsten Jugendbewegung aller Zeiten. Das Engagement und die Leidenschaft der „Fridays“-Jugendlichen wollen nun der vielfach prämierte Dokumentarfilmer und Regisseur Carl-A. Fechner und seine Kollegin Johanna Jaurich auf die Leinwand bringen. Sie wollen sechs junge ProtagonistInnen auf sechs Kontinenten in ihrem ganz persönlichen Kampf hautnah und mit höchstem filmischen Anspruch begleiten. Verbunden werden die Portraits der Jugendlichen durch eine Erzählerin – ein Mädchen, ungefähr acht Jahre alt. Sie stellt Fragen zu den Grundprinzipien unseres Zusammenlebens und führt so als roter Faden den Zuschauer durch die Welt der jungen AktivistInnen.

This is not just another environmental documentary. FRIDAYS rüttelt auf, ist persönlich, laut und leise zugleich und soll Menschen aller Art über unsere und ihre Zukunft nachdenken lassen. Der Film fängt die ganz intimen Motive der jungen Menschen ein und möchte Zuschauer für das wichtigste Thema unserer Zeit begeistern: den Kampf um den Klimawandel – und die Zukunft des Zusammenlebens der Menschheit auf der Erde.

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Voraussichtlich im August 2019 beginnt die Reise des Filmteams – sofern bis dahin die Finanzierung gesichert werden kann. GREENPEACE Deutschland hat bereits seine Unterstützung zugesagt. Jeder kann zur Verwirklichung des Films beitragen: durch Spenden, Kooperationen oder Partnerschaften. Mehr Informationen zur Unterstützung finden Sie unter fridays-film.de/unterstuetzerin-werden oder direkt bei fechnerMEDIA: Gabriele Di Stefano, gabi.distefano@fechnermedia.de.
Schon jetzt können Sie die Entstehung von FRIDAYS verfolgen: auf der offiziellen Website zum Film (www.fridays-film.de) genauso wie auf den Social-Kanälen von fechnerMEDIA auf Instagram (www.instagram.com/fechnermedia/) und Facebook (www.facebook.com/fechnermedia/) sowie im Blog von Carl-A. Fechner (carl-a-fechner.de/).

GREENPEACE Deutschland mit an Bord – Weitere Unterstützer und Partner gesucht

Carl-A. Fechner und sein Team produzieren seit über drei Jahrzehnten Filme über den Klimawandel, seine Ursachen und mögliche Lösungen. Zu seinen Werken zählen unter anderem die preisgekrönten Kino-Dokumentarfilme „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ mit Hermann Scheer und „POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion“. Zuletzt erschien 2018 „Climate Warriors“, der Menschen in Deutschland und den USA bei ihrem außergewöhnlichen Einsatz für eine schnelle Energiewende portraitiert.

Johanna Jaurich ist seit 2017 im Team von fechnerMEDIA dabei. Als junge Regisseurin ist sie Teil der Generation Y und hat damit einen besonders nahen Zugang zu den FRIDAYS-AktivistInnen. Ihr jüngster Film „Meine Zukunft ohne die Kohle – Drei Menschen, eine Geschichte“ wurde im März 2019 in der ARD ausgestrahlt und erreichte über 500.000 Menschen.

fechnerMEDIA ist profilierter Partner, wenn es darum geht, mit medialen Mitteln Antworten zu geben, Möglichkeiten aufzuzeigen, Mut zu machen. In mitreißenden Bildern werden vielversprechende Perspektiven für eine ökologisch-nachhaltige Zukunft erlebbar. fechnerMEDIA liefert Argumente für eine umfassende gesellschaftliche Veränderung, vermittelt Handlungskompetenz und zeigt durch zukunftsweisende Bilder den Menschen ihre persönliche und die gesellschaftliche Zukunft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Mehr Informationen: www.fechnermedia.de

Quelle: fechnerMEDIA  Pressemitteilung

Haftpflichtschutz für Drohnen und Copter

Weltweite Flüge mit Drohnen sind mit 50 Millionen Euro versichert

Die Zahl der Drohnen steigt rasant. Über 500.000 solcher Fluggeräte gab es laut der Deutschen Flugsicherung bereits 2017 in Deutschland. Bis zum Jahr 2020, so Prognosen, wird sich die Zahl verdreifachen. Steigender Flugverkehr bedeutet auch steigende Risiken. Was vielen Drohnen-Neulingen nicht immer bewusst ist: Wenn ihr Gerät einen Schaden verursacht, müssen sie unabhängig von der Ursache dafür haften.

„Das deutsche Luftverkehrsgesetz verpflichtet alle Drohnenflieger eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Ohne Versicherung, und das gilt auch für Hobbypiloten, droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Sofern eine private Haftpflichtversicherung vorhanden ist, empfiehlt es sich diese zu prüfen: Leider decken die Policen häufig nicht ausreichend die Risiken beim Fliegen mit Drohnen ab. Wer mit einer Drohne fliegt, sollte zu einem Versicherer wechseln, der sein Vertragswerk zum Thema Drohne auf dem aktuellen Stand hat. Hierbei sollte auch der Einsatz im Ausland für den Urlaub abgesichert sein“, kommentiert Drohnenexperte Thomas Radetzki.

Das Hamburger Unternehmen HAFTPFLICHT HELDEN hat für den Fall der Fälle gemeinsam mit Flug- und Versicherungsexperten eine umfassende Lösung für den Haftpflichtschutz von Drohnen- und Copterpiloten erarbeitet.

Im neuen Drohnen & Copter Haftpflichtschutz sind die Risiken im Pilotenalltag mit 50 Millionen Euro abgesichert, inklusive Best Schutz Garantie. Das Besondere: Dieser Schutz gilt nicht nur in Deutschland, sondern sichert Schäden weltweit ab, sogar in den USA und Kanada. Natürlich muss man sich dabei an geltende Regeln halten, wie beispielsweise die Kennzeichnungspflicht des Fluggerätes sowie das Beachten von Flugverbotszonen über Menschenansammlungen, Industrieanlagen und Flugplätzen.

Obwohl sich die Leistungen von HAFTPFLICHT HELDEN klar an Hobbypiloten richten, sind für Drohnen bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm auch nebenberufliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel das Filmen und Fotografieren auf Hochzeiten oder Einnahmen durch einen YouTube-Kanal bis zu einem Umsatz von 20.000 Euro im Jahr, abgesichert.

Mit der Best Schutz Garantie wird sichergestellt, dass der Schutz immer den besten Leistungen am Markt entspricht. Der Schutz kostet 39 Euro pro Jahr und gilt für bis zu drei Fluggeräte.

Quelle: Haftpflicht Helden Pressemitteilung

EP 35 – Kurzfilme für Kids & Teens – Auch der Nachwuchs schaut mit!

Gut kuratierte Kinder- und Jugendfilme sind anscheinend rar in Deutschland. Bei der Förderung der Medienkompetenz könnten Kurzfilme ein spannendes Tool für den Unterricht sein, doch diese sind für Lehrkräfte nur kaum zu erreichen. Sicherlich nicht zuletzt aufgrund der ländergebundenen Bildungspolitik. Ein guter Vorreiter ist u.a. Dänemark mit seinem dänischen Filminstitut. Auf einer Internetplattform werden für einen monatlichen Beitrag Kurzfilme bereitgestellt, die die Lehrkräfte, aufbereitet mit passendem Lehrmaterial, jederzeit nutzen können. Eine Art Netflix mit pädagogisch wertvollen Inhalten. Deutschland hinkt hinterher. Doch auf dem internationalen Kurzfilmfestival für Kinder und Jugendliche Berlin (KUKI) findet man genau das: Gut kuratierte Filme mit Begleitmaterial und einem Forum für Gespräche, gemeinsam mit dem Publikum und den Filmemacher*innen.

Monica Koshka-Stein ist in der heutigen Episode zu Gast und sie erzählt uns nicht nur von ihrer Position als künstlerischer Leitung beim KUKI, sondern wir reden frei von der Leber weg, welche Filme und Serien uns als Kinder berührt und geprägt haben. Kitschig und nur was für Kinder? Nein, ehrlich und aufschlussreich, denn gut kuratierte Kurzfilme für den Nachwuchs sind in Deutschland eine echte Lücke.